Erfolgreich bewerben mit persönlichem Mentoring und KI-Assistenz

  1. Vorstellung meiner beruflichen Tätigkeit:

Seit den 80er Jahren bin ich als freiberuflicher IT-Trainer tätig. Mehr als 25 Jahre in der Industrie und seit 2012 in der geförderten Weiterbildung.Die Arbeit in 2 Berufsförderungswerken, und die Tätigkeit als Online-Dozent bei einem Bildungsunternehmen in Karlsruhe schärften mein Urteilsvermögen. Diese Institutionen leisten gute Arbeit, wenn es darum geht, Menschen für bestimmte Berufsfelder zu qualifizieren, indem Zertifikate auf Basis standardisierter Lehrpläne erworben werden. Die Kurse zum Computerführerschein sind nach wie vor meine Hauptaufgabe, die ich inzwischen um KI-Komponenten ergänze.

  1. Die Bedeutung von praxisnaher Bewerbungsunterstützung:

Aus meiner Erfahrung heraus zeigt sich jedoch, dass die reine Wissensvermittlung zum Erreichen des Zertifikats häufig nicht ausreichend ist, um die Teilnehmer optimal auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten.

Das haben wohl auch die Kostenträger bemerkt und so gibt es in jeder Unterrichtswoche eine Doppelstunde, in der wir gezielt die Bewerbung und die Jobrecherche für die Arbeitsuchenden Kursteilnehmer thematisieren. Wir Dozenten sind Fachleute in unserem Fachgebiet aber keine ausgebildeten Mentoren zur Optimierung von Vermittlungschancen. Ich habe dies zum Beispiel daran gemerkt, dass einige Teilnehmer nach einem Vorstellungsgespräch frustriert zurückkamen und sagten: „Das war schwierig, die Fragen im Vorstellungsgespräch waren sehr unerwartet und auf das Fachgespräch mit möglichen zukünftigen Kollegen war ich nicht vorbereitet.“

Dieser Mangel an Vorbereitung auf Bewerbungs- und Fachgespräche deutet darauf hin, dass die rein prüfungsorientierte Ausbildung nicht ausreicht, um den spezifischen Anforderungen eines Bewerbungsgesprächs gerecht zu werden, vor allem, wenn es darum geht, mit zukünftigen Kollegen in einem Fachgespräch zu bestehen.

  1. Realitätsnahe Vorbereitung auf Fachgespräche und die Möglichkeit zur Probearbeit

Ausgehend von meinen eigenen jahrzehntelangen Erfahrungen und den Möglichkeiten, die KI als schnelle und zuverlässige Assistenten in Sachen Textstrukturierung und Schreibarbeit einzusetzen, habe ich eine Plattform zur Vorbereitung eines Mentorings geplant, um sie in den letzten Unterrichtsstunden der Woche vorzustellen. Ich habe der KI die 17 zu bearbeitenden Lernfelder sowie die Informationen zur Probearbeit (MAG SGB III, §45) zusammengestellt. Diese Option sollte von der KI bei meiner Zielgruppe besonders berücksichtigt werden, da ein Arbeitsuchender im Zweifelsfall seine Kompetenz ohne Kostenrisiko für den potentiellen Arbeitgeber über mehrere Tage unter Beweis stellen kann und die Entscheidung nicht nur von der Tagesform bei einem missglückten Fachgespräch abhängt.

Mit meinen folgenden 4 KI-Prompts habe ich typische Fragen und Themen zusammengestellt, die in einem Bewerbungs- und Fachgespräch in den 17 bearbeiteten Berufsfeldern relevant sein könnten:

  1. Ich bereite die Teilnehmenden der geförderten Weiterbildung auf Vorstellungsgespräche und eine mögliche Probearbeit vor (MAG, SGB III §45). Auf welche Themen im Fachgespräch sollte ich sie im Bereich XY vorbereiten?
  2. OK, die Antworten gelten für Fach- und Führungskräfte. Wie sieht das Fachgespräch für Beschäftigte mit Haupt- und Realschulabschluss und abgeschlossener Ausbildung aus?
  3. Wie können sich Migranten vorbereiten, wenn sie im Heimatland eine Ausbildung abgeschlossen haben und wenn sie Deutsch als Fremdsprache sprechen?
  4. Erzeuge ein Titelbild zu diesem Dialog

Durch diese Standardisierung der Anforderung kann man sehr brauchbare Ergebnisse erzielen, wenn XY durch ein passendes Berufsfeld ersetzt wird. Fallbeispiel mit den Prompts: https://chatgpt.com/share/67326048-7948-800c-bcff-3534cea8528d

Fachgespräche & Mentoring

Über den Weiterlesen-Link im oben verknüpften Beitrag kann man sehen, was meine zukünftigen Kursteilnehmer mit mir oder auch untereinander in Rollenspielen in bestimmten Szenarien durchspielen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, was sie im Fachgespräch erwarten könnte. Ziel ist es, Unsicherheiten abzubauen und das Selbstvertrauen zu stärken.

  1. Ein gemeinsames Netzwerk für den Erfahrungsaustausch:

Darüber hinaus sehe ich die Möglichkeit, mit anderen Dozenten und Trainern zusammenzuarbeiten, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Der Austausch unter Kollegen, die ebenfalls in der Erwachsenenbildung und Arbeitsvermittlung tätig sind, könnte sehr bereichernd sein. Besonders ältere Dozenten, die vielleicht schon im Rentenalter sind, haben wertvolle Erfahrungswerte, die sie weitergeben könnten.

  1. Perspektive einer gemeinnützigen Organisation:

Eine Idee, die ich verfolge, ist die Gründung einer gemeinnützigen Organisation (Weiterbildungssenioren gGmbH), die sich der beruflichen und sozialen Wiedereingliederung widmet. In diesem Rahmen könnten wir uns vernetzen, Erfahrungen austauschen und gegenseitig unterstützen, um Weiterbildung durch Mentoring und Erfahrungswissen noch praxisorientierter und zukunftsfähiger zu gestalten.

  1. Abschluss:

Zusammengefasst sehe ich es als meine Verantwortung und zugleich als Chance, Teilnehmer nicht nur fachlich, sondern auch persönlich und praxisnah auf ihren beruflichen Weg vorzubereiten. Ich lade daher alle Interessierten ein, sich dieser Idee anzuschließen und freue mich auf einen produktiven Austausch – die Kontaktdaten stehen im Impressum.

Autor

2 Gedanken zu „Erfolgreich bewerben mit persönlichem Mentoring und KI-Assistenz“

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